Kirche lebt auch von der Weitergabe des Staffelstabes des Glaubens von Generation zu Generation. Deshalb wird an der Kirche mit Kindern in einem Zukunftsprozess wohl kein Weg vorbeiführen.
Passend dazu sagt Jesus: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht!“ Besser kann der Auftrag für uns als Kirche kaum beschrieben werden. Jesus rückt die Kinder in den Fokus. Er korrigiert Strukturen, in denen Kinder nicht wahrgenommen werden. Dafür lässt er anderes sogar liegen. Er unterbricht die Lehrstunde mit den Erwachsenen.
Um der Kirche mit Kindern die angemessene Bedeutung beizumessen, stellt sich auch uns die Frage: Was sind wir zukünftig bereit liegen zu lassen, um die Kinder im kirchlichen Dienst stärker in den Fokus zu rücken? Denn eines wird bereits gegenwärtig deutlich: Nicht alles kann aufrechterhalten werden. Es geht verstärkt darum, die richtigen Prioritäten zu setzen.
Doch noch eine weitere dringende Frage lässt sich aus Jesu Aussage ableiten: Was hindert Kinder in unseren Tagen daran, einen Zugang zum Glauben zu finden? Mit anderen Worten: Welche Strukturen brauchen wir in Zeiten der Ganztagsbetreuung? Wie bunt und verschieden müssen Formate aussehen in Zeiten der Individualisierung und des Pluralismus? In welcher Weise findet Vergemeinschaftung statt, um Glauben authentischen Ausdruck zu verleihen?
Gemeinsam dürfen wir Antworten suchen, erproben und teilen.