Zukunftsprozess

Hintergründe, Informationen über unsere Projektgruppen und alles was uns wichtig ist:

mit Segen unterwegs // Zuspruch & Anspruch

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Hintergrund

„Ich will dich segnen… und du sollst ein Segen sein!“ Starke Worte, die Abraham in 1. Mose Kapitel 12 zugesprochen wurden. Abraham wurde aufgefordert, sich auf den Weg in ein Land zu machen, welches Gott ihm zeigen wollte. Trotz aller Ungewissheit und einer Reihe offenen Fragen, machte er sich mit diesen Zusagen auf den Weg.

Gottes Worte an Abraham verheißen Segen für alle Menschen. Deshalb ist „Segen“ der zentrale Begriff für unseren Zukunftsprozess. Wir begeben uns nicht auf einen unbestimmten Weg in die Zukunft. Vielmehr sind wir gemeinsam unterwegs, um Gottes Segen in der Welt sichtbar, spürbar und erlebbar werden zu lassen. Daran glauben wir – und daran halten wir fest.

Das dazugehörige Motto beschränkt sich nicht nur auf den Weg – es zeigt vielmehr, wohin die Reise gehen soll und weitet den Horizont. Es bringt auf den Punkt, warum sich der volle Einsatz lohnt, egal ob haupt- oder ehrenamtlich.

Historie

Aktuelles und was bisher geschah

Der Zukunftsprozess geht in die nächste Phase über. Das dazugehörige Motto „mit Segen unterwegs“ beschränkt sich nicht nur auf den Weg – es zeigt vielmehr, wohin die Reise gehen soll.

Hier können Sie kompakt nachlesen, wie sich der Prozess im Laufe der Jahre entwickelt hat.

Phase 05: Steuerungs- und Beratungsorganisation

„für den geplanten Wandel der kirchlichen Arbeit zu einer
Kirche als Netzwerk kirchlicher Hör-, Begegnungs- und Handlungsräume (ab 2025)

Neue Steuerungsstruktur für den Wandel der Kirche

Die Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig hat eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen: es wurde die künftige Konzeption zur Steuerungs- und Beratungsorganisation beschlossen. Dieser Beschluss legt die Grundlage für eine Kirche als Netzwerk kirchlicher Hör-, Begegnungs- und Handlungsräume.

Klare Strukturen für eine vernetzte Kirche

Der Wandel der kirchlichen Arbeit erfordert eine klare Aufgabenverteilung und effiziente Prozesse. Dabei stehen folgende Leitlinien im Mittelpunkt:

  • Transparente und abgestimmte Verantwortlichkeiten
  • Berücksichtigung der verfassungsgemäßen Rolle der landeskirchlichen Leitungsorgane
  • Ressourcenschonende Steuerungs- und Beratungsstrukturen
  • Intensivierte Kommunikation mit neuen Beteiligungsformaten

Neue Organisationsform ab 2025

Mit dem Ende der Projektphase des Zukunftsprozesses werden bestehende Gremien wie die Lenkungsgruppe, das Prozessteam und verschiedene Projektgruppen aufgelöst. Die Verantwortung für den weiteren Wandel übernimmt die Kirchenregierung, die auch zwischen den Tagungen der Landessynode den Informationsaustausch sicherstellt.

Unterstützt wird die Kirchenregierung von einem Prozesskoordinator, der Zeit- und Maßnahmenpläne erarbeitet, die Beteiligung organisiert und die unterschiedlichen Prozesse miteinander verknüpft. Die weitere inhaltliche Arbeit wird in abteilungsübergreifenden Teams im Landeskirchenamt, in Kammern sowie in partizipativ angelegten Arbeitsgruppen fortgeführt.

Fortführung und Evaluation

Die bisher erarbeiteten Ergebnisse der Projektgruppen werden weiter detailliert und in konkrete Umsetzungspläne überführt. Themen wie Prioritäten, Personalplanung, Strukturen, Klimawandel und Gebäude bleiben zentrale Schwerpunkte. Kirchenregierung, Kollegium und Prozesskoordinator werden dabei durch eine externe Beratung begleitet.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung der Landeskirche: Neben der Mitwirkung an thematischen Arbeitsgruppen werden zusätzliche Möglichkeiten zur Information, Diskussion und Stellungnahme geschaffen.

Die neue Steuerungsstruktur wird Ende 2026 evaluiert und bei Bedarf angepasst, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung sicherzustellen.

Phase 04: Strategische Projekte

„In ein Land, das ich dir zeigen will“ – Strategische Projekte (ab 2022)

Nach Sichtung aller Stellungnahmen und Auswertung der im Rahmen der Videokonferenzen aufgeworfenen Themen, Probleme und Fragen beschloss die Lenkungsgruppe, Kirchenregierung und Landessynode vier strategische Projekte zur Umsetzung eines geplanten Wandels in Antwort auf die bestehenden Herausforderungen vorzuschlagen.

Für diese Projekte entwickelten vier Gruppen den Sommer 2021 über Skizzen mit Themen, Fragen, Zielen und Maßnahmen als Grundlage für die weitere Diskussion. Die Landessynode beschloss auf dieser Grundlage im November 2021: „Die Landessynode […] nimmt die vier vorgelegten strategischen Projekte als erste Schritte für den geplanten Wandel der kirchlichen Arbeit bis 2030 zustimmend zur Kenntnis und bittet die Kirchenregierung und das Landeskirchenamt, die notwendigen Maßnahmen zu ihrer Umsetzung einzuleiten, dabei die im Rahmen der Aussprache gegebenen Anregungen aufzunehmen und der Landessynode laufend zu berichten.

Sie bittet die Kirchenregierung und das Landeskirchenamt, ausreichend Ressourcen dafür im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen und bei der Aufstellung des Haushalts 2023/24 zu berücksichtigen und zur Maisynode 2022 in Abstimmung mit den synodalen Ausschüssen Kriterien für die Vergabe der Mittel und das damit verbundene Verfahren zu erarbeiten.

Die Landessynode bittet die Kirchenregierung, eine Lenkungsgruppe damit zu beauftragen, das Prozess-Design zu begleiten und die Umsetzung der strategischen Projekte zu ermöglichen. Darüber hinaus soll sie Möglichkeiten schaffen, auch in den nächsten Jahren breit über den geplanten Wandel zu diskutieren und daraus gegebenenfalls weitere Projekte zu entwickeln.

Phase 03: „Lebendige Kirche 2030“

„Lebendige Kirche 2030“ (2020-2021)

Im November 2020 wurde der Landessynode das Papier „Lebendige Kirche 2030“ als strategischer Rahmen für die Neuausrichtung der kirchlichen Arbeit bis 2030 vorgelegt. Die Synode beschloss daraufhin: „Die Landessynode bittet das Landeskirchenamt, auf Grundlage des Papiers „Lebendige Kirche 2030“, unter Berücksichtigung der im Rahmen der Aussprache auf der Tagung der Landessynode gegebenen Anregungen und unter Aufnahme der vorgelegten Prozess-Architektur eine breit angelegte, kritische Diskussion mit der Möglichkeit zur Stellungnahme über die dort beschriebenen Herausforderungen, Ziele und Fragen im Rahmen eines breit angelegten Beteiligungsprozesses zu organisieren.

Sie bittet die Kirchenregierung, eine Lenkungsgruppe einzurichten, die die Ziele im Lichte der eingegangenen Rückmeldungen überarbeitet und darauf aufbauend strategische Projekte zu ihrer Umsetzung zusammen mit einem Zeit- und Kostenplan entwickelt.

Ziele und Projekte sollen gemeinsam mit den Zielzahlen für Pfarrstellen bis 2030 und Verfahrensweisen für ihre Umsetzung der Landessynode zur Beratung und Beschlussfassung im November 2021 vorgelegt werden.“

Zur Umsetzung der Beschlüsse setzte die Kirchenregierung eine Lenkungsgruppe ein, das Kollegium eine Steuerungsgruppe. Als externe Berater und Prozesskoordinator konnte Pfarrer i. R. Dr. Lothar Stempin gewonnen werden.

Die kritische Diskussion musste aufgrund der Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie größtenteils digital durchgeführt werden. Nach einem ersten Aufschlag per Youtube-Video nahmen an drei Videokonferenzen über 90 Menschen aus allen Regionen und Ebenen des kirchlichen Lebens teil. Sie diskutierten auf der Grundlage des Papiers „Lebendige Kirche 2030“ miteinander den notwendigen geplanten Wandel der kirchlichen Arbeit bis 2030. Zwei weitere Videokonferenzen vertieften einzelne Themen, eine zu den in „Lebendige Kirche 2030“ aufgeworfenen theologischen und geistlichen Themen, eine zum Thema Mitarbeit in der Kirche und Dienstgemeinschaft.

Daneben gingen über 60 schriftliche Stellungnahmen ein. Sie sind hier dokumentiert und flossen ein in die weitere Diskussion. Darüber hinaus besuchte der Landesbischof im Laufe des Jahres 2020 fast alle Pfarrkonvente und Propsteisynoden, informierte über den Zukunftsprozess und lud zu einer kritischen Diskussion darüber ein.

Phase 02: Strategie und Konzept

Strategie und Konzept (2019-2020)

Die Arbeitsgruppe Strategie und Konzept beantwortete den Antrag im November 2019 mit einer Vorlage zu Eckpunkten einer gesamtkirchlichen Strategie inklusive Zahlenmaterial zur Entwicklung der Pfarrstellen und inhaltlichen Beschreibungen der allgemeinkirchlichen Arbeitsfelder. Hier gelangen Sie zu dem Dokument. Zusammengefasst lautete das Fazit:

Die Sparbeschlüsse von 2010 bilden einen strategischen Rahmen ab, aus dem sich die bisherigen und zukünftigen Kürzungen der gemeindlichen und allgemeinkirchlichen Pfarrstellen inhaltlich begründen lassen. Diese Strategie ist nicht länger tragfähig. Es bedarf einer inhaltlichen Neuausrichtung der kirchlichen Arbeit im Blick auf die bis 2030 zu erwartenden Entwicklungen.
Eine solche inhaltliche Neuausrichtung ist nicht durch einfachen Synodenbeschluss herbeiführbar. Es braucht dafür einen längeren, alle Ebenen des kirchlichen Lebens einbeziehenden Diskussionsprozess.

Es lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt zumindest zwölf strategische Eckpunkte zum weiteren Vorgehen formulieren, auf deren Grundlage ein Zukunftsprozess geplant werden kann.
Die Landessynode beschloss daraufhin: „Die Landessynode beauftragt die Arbeitsgruppe Strategie und Konzept einen strategischen Zukunftsprozess mit weitergehender Beteiligung der landeskirchlichen Leitungsorgane, Verantwortungsträger sowie ggf. externer Unterstützung vorzubereiten und diese im Mai 2020 der Landessynode vorzulegen. Die Evaluation 2019 und die dazu gehörenden Prognosen fließen in diesen Prozess mit ein.“ In einem weiteren Beschluss wurden die Kürzungen an den allgemeinkirchlichen Pfarrstellen, soweit nicht bereits umgesetzt, bis zum 31.12.2022 ausgesetzt, um künftigen, an einem strategischen Gesamtrahmen ausgerichteten Prioritätensetzungen nicht vorzugreifen. Der Ausbruch der Corona-Pandemie verhinderte jedoch eine Umsetzung der Beschlüsse bis zum Mai 2020.

Parallel dazu beschloss die Landessynode im Mai 2019 einen Gebäudezukunftsprozess zur mittelfristigen Reduzierung der Baulasten durch Umnutzung oder Verkauf von Kirchen, Gemeindehäusern und Pfarrhäusern.

Phase 01: Diskussion um die allgemeinkirchlichen Pfarrstellen

Diskussion um die allgemeinkirchlichen Pfarrstellen (2016-2018)

Im Laufe des Jahres 2016 diskutierten Kollegium, Kirchenregierung und Landessynode als landeskirchliche Leitungsorgane im Zuge der Aufstellung des Haushaltes 2017/2018 über den künftigen Umfang der allgemeinkirchlichen Pfarrstellen. Nach langen, kontroversen Diskussionen beschloss die Landessynode im November 2016 mit dem Haushalt Kürzungen im Umfang von 3,25 Stellen. Davon sind inzwischen 1,5 Stellen realisiert.

Die Beschlüsse wurden von vielen Landessynodalen als unbefriedigend empfunden. Weitere Diskussionen in den Synodalausschüssen und auf den folgenden Tagungen der Landessynode führten zu keinen alternativen Vorschlägen, machten jedoch deutlich, dass weitere lineare Kürzungen des gewachsenen Nebeneinanders von gemeindlichen und allgemeinkirchlichen Pfarrstellen im Verhältnis 6:1 auf eine Weise in die Grundsubstanz allgemeinkirchlicher Arbeitsfelder eingreifen, die es notwendig erscheinen ließ, über die inhaltliche Ausrichtung der kirchlichen Arbeit insgesamt neu nachzudenken. Deshalb beschloss die Landessynode im Mai 2018: „Kirchenregierung und Kollegium werden gebeten, ausgehend von den Sparbeschlüssen 2010 einen strategischen Rahmen für unsere kirchliche Arbeit zu definieren und daraus abgeleitet ein Konzept für die allgemeinkirchlichen Stellen zu erarbeiten und bis zur Landessynode im November 2019 vorzulegen.“

Die Projektgruppen

Wir stellen uns vor

Es sind mehrere Projektgruppen gebildet worden, in denen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende über die künftige kirchliche Arbeit beraten und konkrete Handlungsempfehlungen miteinander erarbeiten.

Theologie und geistliches Leben

Im Rahmen dieser Projektgruppe werden drei Themenfelder miteinander bearbeitet.

Der Teilbereich Theologie fragt nach Gottesbildern und Leitbildern der kirchlichen Arbeit in Auseinandersetzung mit der sich verändernden Lebenswelt der Menschen, besonders im Blick auf die digitale Kommunikation.

Im Blick auf das gottesdienstliche Leben geht es um Fragen der Gestaltung von regionalen Gottesdienstlandschaften im Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen und die Erprobung neuer homiletischer, liturgischer und kirchenmusikalischer Formen von Andachten, Gottesdiensten und Kasualien.

Im Themenfeld Spiritualität steht die Entwicklung von Maßnahmen zur geistlichen Stärkung der Mitarbeiterschaft im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Dr. Christoph Meyns
Landesbischof
05331 802-101
Seelsorgliche Kirche und Diakonie

Wie soll unsere Kirche bei Ihnen vor Ort zukünftig aussehen? Welche Aspekte kirchlichen Handelns sollen stärker sichtbar werden? 

Im Rahmen unseres Zukunftsprozesses ist die Projektgruppe „Seelsorgliche Kirche und Diakonie“ entstanden. 

Die Arbeitsbereiche Seelsorge und Diakonie werden stark nachgefragt und haben sich im Zukunftsprozess miteinander vernetzt. Wir wollen voneinander und miteinander lernen. Unsere Erfahrungen sowie Haltungen wollen wir in den Zukunftsprozess der Kirche einbringen.  Seelsorglich, wertschätzend und diakonisch handelnd begegnen wir den Menschen, die im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stehen. Dabei gehen wir zu den Menschen oder die Menschen kommen gezielt mit ihren Anliegen zu uns.

Gemeinsam sehen wir, was ist, und fragen, was diese Menschen brauchen. Seelsorge und Diakonie – Wort und Tat! Für die Menschen soll die gute Botschaft authentisch erlebbar und verständlich sein. 

Elke Rathert
Pfarrerin Krankenhausseelsorge
0531 7011-499
Multiprofessionelle Teams

Unter Multiprofessionellen Teams sind Leitungsteams zu verstehen, die sich aus Pfarrerinnen und Pfarrern und weiteren verschiedenen Berufsgruppen zusammensetzen und gemeinsam im jeweiligen Raum zielorientiert tätig sind. Jeder und jede bringt sich mit seiner Profession und seinen persönlichen Gaben – auf Augenhöhe – ins Team mit ein, sodass die täglichen Aufgaben erledigt und neue Projekte und Ideen verwirklicht werden können.

Wir sind davon überzeugt, dass Multiprofessionelle Teams ein zukunftsfähiges Modell der Personalwirtschaft in unserer Landeskirche sind.

Unsere Aufgabe ist es, die Pilot-Teams, die sich im Rahmen des Zukunftsprozesses bilden, zu begleiten. Das heißt, von der Klärung darüber, was Multiprofessionelle Teams genau sind, die inhaltliche Ausgestaltung der Förderkriterien, die Beantwortung der vielen Detailfragen Interessierter, die Bildung und Qualifizierung der einzelnen Pilot-Teams bis hin zur Evaluation während und nach der Erprobungsphase.

In den folgenden Propsteien werden zur Zeit Multiprofessionelle Teams initialisiert und erprobt:

  • Bad Gandersheim/Seesen
  • Goslar
  • Helmstedt
  • Salzgitter-Bad

Die Evaluation übernimmt das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD.

Um die entstandenen multiprofessionellen Teams bestmöglich zu begleiten, haben wir die Führungsakademie für Kirche und Diakonie damit beauftragt, dieses durch verschiedene Module bei uns umzusetzen.

Evelyn Samwer
Personalentwicklung und Gleichstellung
05331 802-259
Erprobungsräume

Die Projektgruppe Erprobungsräume bearbeitet und unterscheidet zwei verschiedene Typen.

Zum einen sollen im TYP A neue Strukturen und Formen der Präsenz kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fläche und der Zusammenarbeit zwischen Berufsgruppen und mit Ehrenamtlichen ausprobiert werden.

Beim TYP B geht es darum, neue Möglichkeiten zu erproben, das Evangelium so zu kommunizieren, dass es über die traditionellen Gemeindegrenzen hinausgeht. Hierbei liegt der Fokus auf der Orientierung am sozialen Umfeld und der Zusammenarbeit mit nicht-kirchlichen Partnern.

Das Ziel besteht nicht darin, isolierte Lösungen zu schaffen, sondern Pilotprojekte durchzuführen, die als Vorbilder für eine breitere Umsetzung dienen können. Dabei werden insbesondere auch regionale Besonderheiten berücksichtigt.

TYP B Projekte die bereits umgesetzt wurden oder demnächst durchgeführt werden:

  • Vesperkirche (Propstei Braunschweig)
  • SegensReich (Propstei Schöppenstedt)
  • Impulspost (Propstei Schöppenstedt)
  • Lernspaß auf dem Rittergut Lucklum (Propstei Königslutter)
  • Vernetzung der Kirchenbüros (Propstei Goslar)
  • Quartierszentrum und Sozialcafe (Propstei Wolfenbüttel)
  • Ladenkirche für ein Jahr (Propstei Wolfenbüttel)
  • App – „Nahe bei den Menschen bleiben“ (Propstei Bad Gandersheim)

Weitere Projekte befinden sich in Planung.

Jonas Babke
Sachgebietsleitung Gemeindefinanzen
05331 802-256
Ehrenamt

In Bezug auf die aktuellen Herausforderungen der Kirche muss auch das Ehrenamt neu gedacht werden. Ehrenamtliche Tätigkeit ist allerdings keine Antwort auf schwindende Ressourcen, sondern die angemessene Form des Gemeinde-Seins in der Gegenwart.

Die Projektgruppe stellt sich die Aufgabe, die Stellung des Ehrenamtes und seiner Facetten in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig zu beschreiben, Verbesserungspotentiale zu identifizieren und Vorschläge für Maßnahmen und Regelungen zur Intensivierung ehrenamtlichen Engagements zu unterbreiten.

Dr. Christopher Kumitz-Brennecke
Referat 22
05331 802-161
Kirchenmusik

Die Projektgruppe beschreibt die Stellung der Kirchenmusik in ihren unterschiedlichen Aspekten in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Potentiale zu ihrer Stärkung werden identifiziert und konkrete Vorschläge für Maßnahmen und Regelungen zur Intensivierung der kirchenmusikalischen Arbeit unterbreitet.

Diese vier Aspekte werden in den Blick genommen:

  • Ensemblearbeit wegen ihrer hohen Bindungskraft
  • Nachwuchsarbeit sowohl im vokalen wie auch im instrumentalen Bereich  
  • Eine große Repertoirebreite (von Klassik über Gospel, Kirchentagspop bis hin zu christlichem Hiphop)
  • Die Ressourcen für die kirchenmusikalische Arbeit (Stellen, Finanzen etc.) 
Dr. Christopher Kumitz-Brennecke
Referat 22
05331 802-161

Unsere Themen

Womit wir uns auch beschäftigen

Wir stehen als Landeskirche Braunschweig vor vielfältigen Herausforderungen. Darauf reagieren wir im Rahmen des Zukunftsprozesses mit einem Wandel der kirchlichen Arbeit und beschäftigen uns deshalb auch mit den folgenden Themen.

Finanzen

Sonderrücklage Zukunftsprozess

Die Landessynode hat über den Nachtragshaushalt 2021/2022 dem Zukunftsprozess eine Sonderrücklage in Höhe von knapp 3,7 Mio. Euro für die Erprobung und Ermöglichung von neuen Formen des kirchlichen Lebens bereitgestellt.

Weitere 2,4 Mio. Euro stehen in der Sonderrücklage des Gebäudezukunftsprozesses zusammen mit jährlichen Erträgnissen in Höhe von bis zu 100.000 Euro aus der Härtefallrücklage zur Verfügung.

Nachhaltigkeit BILANZ

Zur Verdeutlichung der finanziellen Verhältnisse der Landeskirche Braunschweig, insbesondere hinsichtlich ihrer Verpflichtungen aus den Versorgungszusagen stellt die kirchliche Bilanz das vorhandene Vermögen diesen Verpflichtungen gegenüber.

„Mir ist es wichtig, dass wir heute unsere Hausaufgaben machen und das erledigen, was künftige Generationen von uns erwarten.“

Sebastian Seebauer

Die Kirchengemeinden möchten wir durch die Bilanzierung ihres Vermögens in die Lage versetzen, ihre strategischen Entscheidungen aus einer noch fundierteren Datenbasis heraus zu treffen.

Kirchensteuer

Die Kirchensteuer stellt die größte Einnahmequelle der Landeskirche dar.

Mit ihrer Unterstützung wird es erst möglich, solch wichtige Aufgaben wie beispielsweise Seelsorge und die kirchliche Jugendarbeit anzubieten.

Wir bedanken wir uns recht herzlich für Ihr Vertrauen.

Sebastian Seebauer
Referat 40
05331 802-269
Gebäude und Grundstücke

Die Kirche braucht Räume, in denen Menschen Gott loben, Trost finden und in denen sie ihren Glauben teilen können. Diese Räume finden sie in vielen kirchlichen Gebäuden. In der Landeskirche Braunschweig gibt es über 1.400 Gebäude, in denen kirchliches Leben gepflegt wird.

Sich verändernde Rahmenbedingungen und Raumbedarfe führen dazu, dass der Blick auf unsere Gebäude sich vielerorts ändert und diese neu bewertet werden müssen. Die Fokussierung auf zukunftsfähige Standorte ermöglicht die Entwicklung überregionaler Begegnungsorte, die durch Sanierung sowohl barrierefrei und damit für jeden zugänglich sind und durch energetische Maßnahmen zusätzlich einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Frei werdende Gebäude können umgenutzt und vermietet werden, um den kirchlichen Rechtsträgern eine zusätzliche Einnahmequelle zu sichern.

An anderer Stelle kann es sinnvoll sein, das in der Immobilie gebundene Kapital durch einen Verkauf freizusetzen und an anderer Stelle nachhaltig einzusetzen. Um solche Überlegungen zu unterstützen und fachlich zu begleiten, hat die Landessynode im November 2019 den Gebäudezukunftsprozess beschlossen. Falls wir auch Sie bei strukturellen Fragen rund um Ihren Gebäudebestand begleiten dürfen, dann melden Sie sich gerne bei uns.

Sebastian Seebauer
Referat 40
05331 802-269
Jugend

Vielfalt leben, Impulse zum Nachdenken und Umdenken liefern, Teilhabe ermöglichen und dabei immer wieder unsere christlichen Wurzeln ausloten, diskutieren und zu neuen Erkenntnissen kommen: Evangelische Jugend in der Landeskirche Braunschweig.

Hier kann ich meine Sehnsüchte sagen. Hier finde ich relevante Aktionen/Projekte/Themen. Hier vernetze ich mich mit meinen Mitmenschen und stelle Fragen:

  • Was bedeutet Christ*innensein für mich?
  • Wo steckt meine Leidenschaft?
  • Welche Themen bewegen mich? Welche Themen sollten uns bewegen?
  • Wo ist mein Platz in der Gemeinschaft?
  • Wie bekomme ich, was ich suche?
  • Warum muss Kirche so sein, geht es auch anders?

Jugend ist die Zukunft. Also braucht die Zukunft Jugend! 

Martin Widiger
Landesjugendpfarrer
05331 802-560
Kirche mit Kindern

Kirche lebt auch von der Weitergabe des Staffelstabes des Glaubens von Generation zu Generation. Deshalb wird an der Kirche mit Kindern in einem Zukunftsprozess wohl kein Weg vorbeiführen.

Passend dazu sagt Jesus: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht!“ Besser kann der Auftrag für uns als Kirche kaum beschrieben werden. Jesus rückt die Kinder in den Fokus. Er korrigiert Strukturen, in denen Kinder nicht wahrgenommen werden. Dafür lässt er anderes sogar liegen. Er unterbricht die Lehrstunde mit den Erwachsenen.

Um der Kirche mit Kindern die angemessene Bedeutung beizumessen, stellt sich auch uns die Frage: Was sind wir zukünftig bereit liegen zu lassen, um die Kinder im kirchlichen Dienst stärker in den Fokus zu rücken? Denn eines wird bereits gegenwärtig deutlich: Nicht alles kann aufrechterhalten werden. Es geht verstärkt darum, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Doch noch eine weitere dringende Frage lässt sich aus Jesu Aussage ableiten: Was hindert Kinder in unseren Tagen daran, einen Zugang zum Glauben zu finden? Mit anderen Worten: Welche Strukturen brauchen wir in Zeiten der Ganztagsbetreuung? Wie bunt und verschieden müssen Formate aussehen in Zeiten der Individualisierung und des Pluralismus? In welcher Weise findet Vergemeinschaftung statt, um Glauben authentischen Ausdruck zu verleihen?

Gemeinsam dürfen wir Antworten suchen, erproben und teilen.

Robert Schaper
Bereichsleiter Kirche mit Kindern
05331 802-562
Kita

Mit Gott groß werden

Kinder leben in einer Welt der Großen. Große Stühle, große Tische, große Theken. In dieser Welt suchen sie nach ihrem Platz. Gut, wenn dieser Platz zu ihrer Größe passt und mit ihnen mitwachsen kann. Über den großen Gott heißt es in der Bibel: Deine Zuneigung macht mich groß! (Psalm 18,36)

Gott neigt sich zu mir. Das stärkt mich, gibt mir Kraft, lässt mich wachsen, macht mich groß.

In den Kitas unserer Landeskirche begleiten wir die Kinder. Wir suchen mit ihnen ihren Platz, testen aus, entdecken, was sie können und gehen mit ihnen Wege in die Welt der Großen. Wir entwickeln mit ihnen, was sie dafür brauchen: Neugier und Phantasie, Mut und Sicherheit. Wir begegnen ihnen auf Augenhöhe und lassen sie so die Liebe und Zuneigung Gottes erfahren: Deine Zuneigung macht mich groß!

Die Kirche tut gut daran, Kitas zu ermöglichen und zu stärken. Hier können wir die Grundlagen für ihren weiteren Lebensweg legen und für eine Zukunft mit Gott.

Wir erzählen ihnen Geschichten vom großen Gott. Denn wir sind überzeugt, dass da alles enthalten ist, was Menschen brauchen, um groß und sicher zu werden. Wir erzählen von Gott, der die Kleinen sieht und stark macht. Wir erzählen von Gott, der das jüngste Kind einer Familie zum König salbt: David.

Wir erzählen von Jesus, der die Kinder segnet. Die Kleinen, die sonst weggeschubst werden, nicht für voll genommen. Jesus nimmt sie für voll und segnet sie. So segnen wir die Kinder und lassen sie erfahren: „Gott ist da. Er stärkt dich. Mit Gott wirst du groß, egal ob du 80 Zentimeter oder 2,20 Meter bist. Und wenn du eines Tages zu den Erwachsenen gehörst und andere dich klein machen wollen, dann gilt das immer noch: Deine Zuneigung Gott, macht mich groß!“

Große Fachleute nennen das Resilienz. „Mit Gott groß werden“ klingt viel besser.

Sebastian Klee
Bereichsleiter Kindertageseinrichtungen
05331 802-522
Klimaschutz

Für die Landeskirche Braunschweig ist Klimaschutz eine zentrale ethisch-theologische Frage. Das kirchliche Engagement dafür folgt aus der Überzeugung, dass Gott dem Menschen die Erde anvertraut hat mit dem Auftrag, ein guter Haushalter zu sein und die Erde zu pflegen und zu bewahren.

Deshalb hat die Landeskirche 2022 mit der Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes begonnen. Dieses dient als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten und wurde im Juni 2023 vom Kollegium des Landeskirchenamtes und der Kirchenregierung beschlossen und den synodalen Ausschüssen zur Verfügung gestellt. Außerdem steht es hier zum Download zur Verfügung. 

Im Fokus stehen dabei die Bereiche Gebäude, Mobilität und Beschaffung. Ziel ist es, im Einklang mit der EKD-Richtlinie bis 2035 90% der Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und spätestens bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Grundlage bildet eine Startbilanz der in der Landeskirche verursachten Treibhausgase. Die Ergebnisse zeigen, dass die in der Landeskirche genutzten Gebäude 10.683 Tonnen CO2e von insgesamt 16.557 Tonnen CO2e im Bilanzierungsjahr 2021 ausstoßen. Das ist mit 65 Prozent der größte Anteil an Treibhausgas-Emissionen innerhalb der Landeskirche. Dahinter liegt mit 24 Prozent der Bereich Mobilität. Davon entfallen 18 Prozent auf die Arbeitswege der Mitarbeitenden. Der Bereich Beschaffung verursacht 11 Prozent des Gesamtausstoßes.

Um die Emissionen zu verringern, wird in einem zweiten Schritt ein Katalog an Maßnahmen vorgeschlagen, der als Hilfestellung für Kirchengemeinden und andere kirchlichen Akteure dient. Eine Potenzialanalyse zeigt zudem, dass eine frühzeitige und kontinuierliche Umsetzung der Maßnahmen in allen Bereichen erforderlich ist, um das Erreichen der Klimaziele zu ermöglichen.

Steven Burek
Projektmanager Zukunftsprozess
05331 802-155
0176 36362783