Für die Landeskirche Braunschweig ist Klimaschutz eine zentrale ethisch-theologische Frage. Das kirchliche Engagement dafür folgt aus der Überzeugung, dass Gott dem Menschen die Erde anvertraut hat mit dem Auftrag, ein guter Haushalter zu sein und die Erde zu pflegen und zu bewahren.
Deshalb hat die Landeskirche 2022 mit der Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes begonnen. Dieses dient als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten und wurde im Juni 2023 vom Kollegium des Landeskirchenamtes und der Kirchenregierung beschlossen und den synodalen Ausschüssen zur Verfügung gestellt. Außerdem steht es hier zum Download zur Verfügung.
Im Fokus stehen dabei die Bereiche Gebäude, Mobilität und Beschaffung. Ziel ist es, im Einklang mit der EKD-Richtlinie bis 2035 90% der Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und spätestens bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Grundlage bildet eine Startbilanz der in der Landeskirche verursachten Treibhausgase. Die Ergebnisse zeigen, dass die in der Landeskirche genutzten Gebäude 10.683 Tonnen CO2e von insgesamt 16.557 Tonnen CO2e im Bilanzierungsjahr 2021 ausstoßen. Das ist mit 65 Prozent der größte Anteil an Treibhausgas-Emissionen innerhalb der Landeskirche. Dahinter liegt mit 24 Prozent der Bereich Mobilität. Davon entfallen 18 Prozent auf die Arbeitswege der Mitarbeitenden. Der Bereich Beschaffung verursacht 11 Prozent des Gesamtausstoßes.
Um die Emissionen zu verringern, wird in einem zweiten Schritt ein Katalog an Maßnahmen vorgeschlagen, der als Hilfestellung für Kirchengemeinden und andere kirchlichen Akteure dient. Eine Potenzialanalyse zeigt zudem, dass eine frühzeitige und kontinuierliche Umsetzung der Maßnahmen in allen Bereichen erforderlich ist, um das Erreichen der Klimaziele zu ermöglichen.